Sabrina Gohres
„Nur ein Individuum, das für sich selbst verantwortlich ist, kann Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Eine Person, die entdeckt hat, dass sie sich selbst verändern kann, wird auch zur notwendigen Veränderung der Umwelt beitragen.“
(Völker, 1980)
Schon lange wissen wir, dass die Gesunderhaltung des Menschen – im Sinne der Salutogenese – sowohl von der eigenen Veranlagung als auch vom Umfeld geprägt wird, in dem wir aufwachsen. Auf unsere Veranlagung haben wir nur begrenzten Einfluss. Unser Umfeld hingegen können wir aktiv mitgestalten. Je früher Kinder diesen Zusammenhang verstehen, desto eher können sie ihr Selbstbild und ihre Widerstandsfähigkeit positiv entwickeln.
Ein besonders prägender Wendepunkt in meinem Leben war die Geburt meiner Zwillinge im Jahr 2018. Eines meiner Kinder lebt mit einer Zerebralparese. Dadurch habe ich mich intensiv mit Themen wie Psychomotorik, bewegtem Lernen sowie der Verbindung von körperlicher und emotionaler Entwicklung beschäftigt. Diese Erfahrungen haben meine Überzeugung noch einmal gestärkt: Bewegung, Selbstwahrnehmung und positive Beziehungserfahrungen sind zentrale Bausteine dafür, dass Kinder körperlich und seelisch gesund aufwachsen können.
Viele Konflikte in unserer Gesellschaft haben ihren Ursprung in Glaubenssätzen, die bereits in der Kindheit entstehen und uns oft ein Leben lang begleiten. Auf meinem Weg mit "Stark für Kinder" möchte ich genau hier ansetzen: Kinder darin unterstützen, ihre eigenen Stärken zu entdecken, Vertrauen in sich selbst zu entwickeln und Werkzeuge an die Hand zu bekommen, mit denen sie den Herausforderungen des Lebens gesund und selbstbewusst begegnen können.
Ich möchte Kindern zeigen, dass Veränderung möglich ist – und dass sie dann entsteht, wenn wir den Mut haben, bewusst hinzuschauen, Dinge zu hinterfragen und neue Wege zu gehen.